| 13.10.2006: Rentenversicherung legte deutlich zu |
| Versicherungsschutz steht bei den Bundesbürgern hoch im Kurs, wie die aktuelle Allensbacher Markt- und Werbeträgeranalyse (AWA) zeigt. Danach hat der Besitz von Versicherungen in mehreren Sparten 2005 zugelegt, während beispielsweise Aktien und Investmentfonds an Beliebtheit verloren haben. Der Anteil der Haushalte, die Aktien besitzen, sank von 17,8 auf 16,6 %. In Investmentfonds legten 13,2 statt zuvor 13,7 % ihr Geld an. Gestiegen ist dagegen die Beliebtheit von Bausparverträgen - 35,1 % der Haushalte haben einen Vertrag, nach 34,1 % im Vorjahr. Lebensversicherungsprodukte sind nach Schätzungen in ungefähr zwei Drittel der deutschen Haushalte vorhanden, wobei es Überschneidungen gibt. Nach wie vor wenig gefragt ist die Berufs- und Erwerbsunfähigkeitsversicherung - ihre Verbreitung stieg von 23,0 % 2004 auf jetzt 23,8 %. Deutlich stärker war das Interesse an der privaten Rentenversicherung, die von 19,4 auf 23,4 % zulegte, vor allem mit Riester-Produkten. Die Verbreitung der privaten Lebensversicherung sank um 1,4 % auf 45,7 %, wobei sich Versicherungssummen unter und über 25.000 EUR in etwa die Waage halten. Die leicht abnehmende Tendenz bei der Rechtsschutzversicherung hat sich fortgesetzt. Insgesamt hatten 2005 42,6 % eine Rechtsschutzversicherung, dabei ist der Familien-Rechtsschutz mit einer Verbreitung von 25,6 % konstant, während der Verkehrs-Rechtsschutz von 31,2 auf 30,5 % abgesunken ist. Kontinuierlich leicht zugelegt hat dagegen die private Haftpflichtversicherung. Sie ist jetzt in 71,2 % aller deutschen Haushalte vorhanden, während die Hausratversicherung von 78,4 auf 77,9 % schrumpfte. Die Verbreitung der privaten Unfallversicherung blieb mit 42,1 % fast konstant. Eine Vollkasko-Versicherung haben 35,1 % der Haushalte, ein Plus von 1,1 % gegenüber 2004. Um 1,5 % haben sich die Abschlüsse einer privaten Krankenzusatzversicherung erhöht, in 20,9 % aller Haushalte gibt es derartige Versicherungen. Eine private Krankenvollversicherung haben 12,1 % der Haushalte, nach 12,5 % im Vorjahr. Die private Pflegeversicherung legte von 9,8 auf 10,2 % zu. Deutliche Unterschiede zwischen den alten und den neuen Bundesländern gibt es vor allem bei den Krankenversicherungen. So ist die Krankenvollversicherung in 13,7 % der westdeutschen, aber nur in 5,9 % der ostdeutschen Haushalte vorhanden. Ähnlich sieht es bei der Pflegeversicherung aus - 11,5 % der Westdeutschen haben eine Police abgeschlossen, aber nur 5,1 % der Ostdeutschen. Auch die Rechtsschutzversicherung ist im Westen mit 44,2 % deutlich stärker verbreitet als im Osten mit 36,2 %. Umgekehrt sind die Zahlen bei der Hausratversicherung: Sie findet sich bei 84,1 % der Haushalte in den neuen Bundesländern und bei 76,4 % in denen der alten Bundesländer. Auch Unfallversicherungen sind in den ostdeutschen Haushalten mehr gefragt als in den westdeutschen - die Relation liegt hier bei 48,7 zu 40,5 %. Quelle: LexisNexis Deutschland GmbH (www.lexisnexis.de) zurück
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